CIMG_8407_594x334.jpg DSC_0883_594x334.jpg DSC_0932_594x334.jpg DSC_1024_594x334.jpg DSC_1082_594x334.jpg DSC_1122_594x334.jpg DSC_1208_594x334.jpg

Katharina Betzer und Kristin Häerder

November 2011 bis April 2012

1-bericht_01.jpg

Das Projekt

1-bericht_02.jpg

Ich arbeite in der Fundación „Protección y descanso“. Das ist ein Verein bzw. eine Werkstatt für Menschen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. In der Werkstatt arbeiten 30 Beschäftigte im Alter von 20 – 50 Jahren. Die aktuelle Räumlichkeit gibt es noch nicht lange. Wir arbeiten in einem Haus mit zwei Etagen. Zusätzlich zu den Arbeitsbereichen gibt es Räume für Physiotherapie, Hydrotherapie, und Papierrecycling. Die Ausstattung ist sehr gut. Im Hof befindet sich der Papierrecycling – Bereich. In diesem Bereich arbeitet Kristin. Der Bereich besteht aus einem großem Mixgerät, einer Presse und mehreren Sieben.

1-bericht_03.jpg

Im Hof haben wir 4 Waschmaschinen und 4 Trockner. Ein Ziel für die Zukunft ist es, den Wäscherei – Service weiterhin auszubauen.

Für mich ist die Arbeit sehr spannend. Wir tanzten bei einem Sonderpädagogik Kongress mit allen sonderpädagogischen Vereinen der Stadt und nahmen an mehreren Veranstaltungen der MIES teil. MIES ist für alle sozialen Projekte in Riobamba zuständig und finanziert auch mehrere Arbeitsplätze in unserem Verein.

Mein Arbeitsbereich

1-bericht_04.jpg

Mittlerweile haben wir einen Tagesplan gemacht und alle Arbeitsbereiche mit Fotos versehen. Am Morgen putzen wir mit den Beschäftigten das Bad und dafür haben wir Fotos gemacht, um die einzelnen Handlungsschritte zu dokumentieren. Für das Papierrecycling hat Kristin auch einen Ablaufplan erstellt. Beim Mittagessen wurden jeden Tag neue Helfer ausgewählt. Wir haben einen Helferplan erstellt für eine Woche, um mehr Routine zu schaffen.

Wir können sehr viel ausprobieren und das macht sehr viel Spaß. Was dann halt nur wichtig ist, dass diese Strukturen weitergeführt werden.

1-bericht_05.jpg

Der Sprachtherapie Bereich ist nicht wirklich einfach. Abgesehen davon, dass Spanisch nicht meine Muttersprache ist, bin ich da von Anfang an vorsichtig gewesen. Ich versuche ein paar Methoden weiterzugeben, aber keine Wunder zu erwarten. Im Dezember ging meine Sprachförderung dann los. In den ersten 4 Wochen habe ich komplett nur beobachtet und Beobachtungsbögen ins Spanische übersetzt. Ich habe mich nur auf die Sprachebenen Wortschatz und Aussprache beschränkt, da Grammatik sehr utopisch gewesen wäre. Ich habe versucht eine Diagnostik zu machen. Natürlich rein qualitativ.

Ich wählte eine Schülergruppe aus. Ich entschied mich für 3 Beschäftigte. Zwei davon können sich gut verständigen, aber haben Probleme Wörter abzurufen. Deswegen wählte ich den Förderbereich Wortschatz aus und bei einem Beschäftigten den Bereich Aussprache.

Mittlerweile fördere ich über einen Monat intensiv. Natürlich werde ich keine riesigen Erfolge erzielen in 6 Monaten, aber wenn vielleicht spezielle Methoden weitergeführt werden, bin ich sehr froh. Einmal in der Woche gebe ich grob weiter, was ich konkret mache. Außerdem übersetze ich gerade meine Förderpläne und Materialien, dass das Projekt auch weitergeführt werden kann.

Zur Wortschatzförderung

Im Bereich des Wortschatzes habe ich das Wortfeld „Einkaufen“ ausgewählt, da beide Beschäftigte daran viel Interesse gezeigt haben. Ziel dieser Fördereinheiten ist es Ende März einen Unterrichtsgang in einen Supermarkt zu machen. Das Thema Integration ist hierbei natürlich auch wichtig.

Ich habe mich bei meiner ganzen Förderung am Modell nach Glück orientiert und versuche alle Bereiche (semantisch, phonologisch, graphemisch, episodisch, prozedural) in die Förderung mit einzubeziehen. Durch den Unterrichtsgang wird der Wortabruf dann wiederum trainiert. Was sehr wichtig für die Beschäftigten war, war der handelnde Umgang und der Einsatz von Realgegenständen bei der Förderung.

Zum Bereich der Aussprache

1-bericht_06.jpg

Im Bereich der Aussprache versuche ich gerade phonetisch und phonologisch zu fördern. Ich habe mittlerweile mit einem Beschäftigten 3 Lauthandzeichen erarbeitet. In jeder Fördereinheit machen wir mundmotorische Übungen und Bewegungseinheiten. Ich bette auch Übungen zur phonologischen Bewusstheit ein z.B. Silbenklatschen und Reimübungen, da es ihm stark hilft bewusster zu sprechen.

Thema Integration

Im Dezember hatten wir mehrere Besprechungen zum Thema Integration. Ein Sonderpädagoge aus Italien machte mehrere Ideenvorschläge. Im Januar machten wir dann unseren ersten Integrationsausflug nach Baños und in diesem Monat haben wir mit einem Schulintegrationsprojekt begonnen.

PROTECCIÓN Y DESCANSO
Förderverein für Behinderte in Ecuador e.V.
info@proteccion-descanso.de
 
 

Fundación PROTECCIÓN Y DESCANSO
Orozco entre Autachi y Arrayanes
Riobamba, Chimborazo,  Ecuador
Telefon +593.32948005
 

"Protección y descanso"
Förderverein für Behinderte in Ecuador e.V.
Sparkasse Minden Lübbecke
Spendenkonto: 64012537 • BLZ: 49050101
IBAN: DE73490501010064012537 | BIC: WELADED1MIN